Zum Verwechseln ähnlich

 

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02.08.

19:15 19:15 19:15 19:15   21:15 21:15

 

von Lucien Jean-Baptiste; F 2016; 95 Min.; FSK: o. A.; Kamera: Colin Wandersman; Musik: Alexis Rault; mit Aïssa Maïga, Lucien Jean-Baptiste , Zabou Breitman, Vincent Elbaz, Delphine Théodore u. a.

 

Paul und Sali sind ein glückliches Paar. Sie haben einen kleinen Blumenladen in Paris eröffnet und es gelingt ihnen sogar, Salis Familie, die aus dem Senegal stammt, mit hinreichend Traditionswahrung glücklich zu machen. Mehr als alles andere wünschen sie sich ein Kind, seit Jahren läuft der Adoptionsantrag. Eines Tages klingelt das Telefon: der kleine Benjamin könnte neue Eltern gebrauchen. Das Baby ist hinreißend: süß, pflegeleicht und – weiß! Paul und Sali sind auf den ersten Blick zwar etwas geplättet, doch sie verlieben sich sofort in den kleinen Racker. Da der liberale Fortschritt der Welt Patchworkfamilien jeglicher Couleur fest etabliert hat, sind sich Paul und Sali sicher, dass schwarze Eltern mit einem weißen Baby offene Türen einrennen werden. Doch als Sali beim Kinderarzt und auf dem Spielplatz stets nur für die Nanny gehalten wird und die senegalesischen Großeltern erst in eine Farbkrise und dann in eine Depression verfallen, stellen sie fest, dass die Welt doch nicht so bunt ist, wie sie dachten. Da hilft auch die misstrauische Dame vom Familienamt nicht weiter, die ihnen in den ungünstigsten Situationen auflauert, in der Hoffnung, den ultimativen Erziehungsfehler zu finden. Als eine babysittende Freundin ohne Aufenthaltserlaubnis von der Polizei mit dem Baby aufgegriffen wird, ist das Chaos perfekt.
„Zum Verwechseln ähnlich“ ist turbulentes und mit großem Herz erzähltes Komödienkino in bester französischer Tradition. Regisseur Lucien Jean-Baptiste und sein wunderbares Darstellerensemble lassen ein vielfarbiges Spektrum aus Gemeinheiten und Toleranztrainingseinheiten auf die Leinwand strahlen. „Zum Verwechseln ähnlich“ ist ein gerissener Schlagabtausch zwischen den menschlichen Licht- und Schattenseiten unserer Zeit, der amüsiert, glücklich macht und aus dem großen bunten Familienalbum des französischen Kinos schon jetzt nicht mehr wegzudenken ist. (Verleihinfo)

„ Ein schwarzes Paar adoptiert ein weißes Baby. Das ist die Ausgangskonstellation von Lucien Jean-Baptistes Komödie ,Zum Verwechseln ähnlich‘, die auf zwar vorhersehbare, aber durchaus amüsante Weise von Vorurteilen, Toleranz und der sich verändernden Gesellschaft erzählt. (…)
So oberflächlich das bisweilen auch ist, gelingen doch auch immer wieder pointierte Momente, besonders dann, wenn unterschwellige Vorurteile herausgearbeitet werden: Schönerweise nicht nur solche, die den Blick der Weißen auf die Schwarzen prägen, sondern auch solche innerhalb der schwarzen Familien. Gerade die Vorurteile, die die Generation der Eltern noch prägen, deutet Jean-Baptiste an, während die Kinder von Migranten, die Teil der sich langsam entwickelnden Mittelschicht sind, weltoffener denken. Leichtes, unbeschwertes Kino ist das, nicht gerade tiefsinnig, aber mit einer zeitgemäßen Botschaft.“ (Programmkino.de)

 

 

 

 

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