Monsieur Pierre geht online

 

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von Stéphane Robelin; F/D/B 2017; 99 Min.; FSK: o. A.; Kamera: Priscila Guedes; Musik: Vladimir Cosma; mit Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette, Stéphane Bissot, Stéphanie Crayencour, Gustave Kervern, Macha Méril, Pierre Kiwitt u. a.

 

Pierre (Pierre Richard) ist Witwer, Griesgram und hasst Veränderungen aller Art. Tagein, tagaus schwelgt er in Erinnerungen an die gute alte Zeit und züchtet seltene Schimmelkulturen im Kühlschrank. Um den alten Herrn zurück ins Leben zu schubsen, verkuppelt seine Tochter Sylvie ihn mit Alex, einem erfolglosen Schriftsteller und Freund ihrer Tochter. Alex soll Pierre mit der fabelhaften Welt des Internets vertraut machen. Das ungewohnte Lernduo tut sich mächtig schwer, bis Pierre ausgerechnet über ein Datingportal stolpert. Dank der beruhigenden Anonymität des Internets entdeckt sich Pierre als Verführer und verabredet sich mit der jungen Flora – zum Glück hat er ja Alex, der sich geradezu anbietet, die Konsequenzen zu tragen. Der in großen Finanznöten steckende Alex akzeptiert Pierres unmoralisches, aber exzellent bezahltes Angebot und geht an Pierres Stelle zum Rendezvous. Dass sich Flora Hals über Kopf verliebt, bringt die Situation in eine gewisse Schieflage. Pierre ist sich sicher, dass seine verbale Verführungskunst Floras Gefühle geweckt hat. Ganz unschuldig können aber auch Alex` Küsse nicht gewesen sein. Vor allem aber sind es eigentlich die beiden Männer, die von Flora im Sturm erobert wurden, und nun endgültig im selben Boot sitzen, nur die Kapitänsfrage muss noch geklärt werden...
Französisches Kino vom Feinsten gelingt dem Regisseur des Kinohits ,Und wenn wir alle zusammenziehen?‘ mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie. In der Hauptrolle flunkert sich der unverbesserliche Pierre Richard („Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“) als hinreißender Charmeur und Cyrano der Datingcommunity durch halb Europa. Haarscharf geschliffene Dialoge, die große Lachlust verbreiten, und ein wunderbares Ensemble, dem der Spaß anzusehen ist, sorgen für eine herrlich neuzeitliche Komödie der Irrungen. (Verleihinfo)

„Regisseur Stéphane Robelin sorgt mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie für gute Laune jenseits aller Altersgrenzen. Vor allem sein Hauptdarsteller Pierre Richard (,Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh‘) ist ein wahrer Glücksgriff. Der Grandseigneur wandelt sich bei seinem Datingabenteuer in der Internetwelt vom griesgrämigen Witwer zum agilen Best-Ager auf Freiersfüßen. Nach Robelins heiteren, warmherzigen Film über eine eigenwillige Rentner-WG punktet sein Lustspiel erneut mit seiner präzisen Inszenierung und jeder Menge unverbrauchter Pointen.
Er gilt als der französische Buster Keaton und Woody Allen in einer Person: Pierre Richard. Coole Klamotten, lässige Körpersprache. Der Kopf eines philosophischen Bonvivants, dem niemand unterstellen würde, er sei in seiner Einfalt nicht mehr von dieser Welt. Auch im Alter kennt so jemand keinen Stillstand. Und so präsentiert er sich auch als verwitweter Rentner Pierre, der sich plötzlich auf ein Datingabenteuer im Internet eingelassen hat. Schuld daran: seine Tochter Sylvie. Weil ihr alter Vater seit zwei Jahren seine Pariser Wohnung nicht mehr verlassen hat, sondern nur noch um seine verstorbene Frau trauert, soll er lernen, sich online zu bewegen. Das Internet, so hofft sie, holt ihn aus seiner Isolation Alex, der neue Freund ihrer Tochter Juliette, ein erfolgloser Schriftsteller, kommt ihr da gerade recht. Er muss dem alten Herrn, gegen ein Entgelt, Computerunterricht geben.
Anfangs fällt dem Lernduo der Umgang miteinander schwer. Doch als Pierre sich Dank der beruhigenden Anonymität des Internets als Verführer entdeckt, nimmt die Beziehung Fahrt auf. Denn auf den Dating-Seiten stolpert er eines Tages über das Profil der jungen flora63. Die 31-jährige Physiotherapeutin, die so schön ist wie seine geliebte Frau Madeleine auf den Urlaubsfilmen von einst, erobert er mit seiner romantisch, charmanten Online-Korrespondenz. Es dauert nicht lange und sie schlägt ein Treffen vor. Das Dumme dabei: Pierre hat als Profilbild ein Foto von Alex online gestellt. Deshalb gibt es nur einen Ausweg. Alex muss sich mit der jungen Frau treffen.
Pierre will ihn bei diesem Rendezvous im fernen Brüssel aber nicht aus den Augen lassen. Eine verzwickte, etwas andere Ménage-à-trois beginnt. Immer wieder sorgt die ungewöhnliche Dreiecksbeziehung für hinreißende Missverständnisse. Vor allem Sylvie (Stéphane Bissot) und Juliette (Stéphanie Crayencour) wollen dem Frieden dieses ,Zweiten Frühlings‘ nicht so recht trauen. Und auch Alex emotionales Doppelleben droht jeden Moment aufzufliegen. Die von Edmond Rostands Versdrama Cyrano de Bergerac von 1897 inspirierte Handlung über einen heimlich Verliebten, der einem anderen Mann als Ghostwriter dient, würzt Regisseur Stéphane Robelin mit erfrischender Situationskomik.
Nach seinem heiteren, warmherzigen Film ,Und wenn wir alle zusammenziehen?‘ über eine eigenwillige Rentner-WG punktet sein herrliches Lustspiel erneut mit seiner präzisen Inszenierung und jeder Menge unverbrauchter Pointen. ,Ich mag es‘, gesteht der Regisseur und Drehbuchautor ,für ältere Menschen Geschichten zu erfinden‘. Sein leichter Erzählton in seiner hinreißenden Komödie der Irrungen macht gute Laune über alle Altersgrenzen hinweg.“ (Programmkino.de)

 

 

 

 

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