Happy End

 

zur Online-Reservierung bitte auf die jeweilige Uhrzeit klicken

DO

07.12.

FR

08.12.

SA

09.12.

SO

10.12.

MO

11.12.

DI

12.12.

Mi

13.12.

      12:30 21:15 21:15 21:15

 

Happy End
von Michael Haneke; F/A/D 2017; 110 Minuten; FSK: ab 12; mit Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant, Mathieu Kassovitz, Fantine Harduin, Toby Jones u. a.

 

Mit zwei Goldenen Palmen in Folge, einem Oscar und zahllosen anderen Auszeichnungen hat Michael Haneke die Messlatte für einen neuen Film in kaum zu erreichende Höhen geschraubt. Doch nicht nur deswegen wirkt sein neuer Film „Happy End“, der im Wettbewerb von Cannes seine Premiere erlebte, wie ein Leichtgewicht im Oeuvre des Regisseurs.
Der Laurent-Clan führt in der französischen Hafenstadt Calais ein florierendes Bauunternehmen. Patriarch der Familie ist der greise George der schon lange seine Lebenslust verloren hat. Seine Kinder Anne und Thomas leiten das Unternehmen, das sich gerade in einen Regressfall verstrickt sieht. Annes Sohn Pierre soll das Unternehmen eines Tages leiten, zeigt jedoch keinerlei Talent oder auch nur Interesse an Arbeit. Thomas wiederum hat gerade seine 13jährige Tochter Eve aufgenommen, die bislang bei seiner ersten Frau lebte. Doch diese hat Selbstmord begangen, ein Schicksal, das etliche der Familienmitglieder geradezu anstreben. Ein so großes Figurenensemble hat Michael Haneke seit „Code Inconnu“ nicht mehr versammelt, (...). Wie ein Best Of-Haneke wirkt „Happy End“ in vielen Momenten, als würde der österreichische Regisseur in seinem neuen Film einen Rückblick auf seine Karriere werfen, Motive und Bilder, Figurenkonstellationen und Ideen zitieren. (Programmkino)

„Happy End“ ist eine schwarze Komödie, alles ist sehr ernst und oft auch sehr komisch. Vordergründig handelt der Film von der Bauunternehmerfamilie Laurent aus Calais. Drei Generationen wohnen unter einem Dach, es gibt Bedienstete, sie tragen das Essen auf und tragen es auch wieder ab. Wenn die Familie abends zusammensitzt, schweigt sie sich an, jeder ist mit seinen Gedanken in einem anderen Leben oder, wie Georges, schon darüber hinaus. Pierre, der Ungeliebte, der später einmal die Firma übernehmen soll, klammert sich an die Rotweinflasche, er hasst die Verlogenheit seiner bürgerlichen Klasse. Während seine Mutter Anne an ihren englischen Freund Lawrence denkt, träumt ihr Bruder Thomas, der gerade Vater geworden ist, von seiner Geliebten, einer Musikerin. Ihr Begehren leben die beiden im Chat aus (…) Kurzum, in Happy End schmeckt man das Gift des Unglücks und der bürgerlichen Kälte. Haneke präsentiert ein Kabinett der toten Seelen, die nicht mehr wissen, warum sie auf der Welt sind. Man schwätzt zwar noch von "Kultur", doch was die Gesellschaft der Gesellschaftslosen zusammenhält, sind das Recht, das Geld und die Assekuranz. Gegen alles sind sie versichert, erst recht gegen den Nächsten, und wo sie nicht versichert sind, da hilft das Geld.(…) (ZEIT online)

 

Läuft am So. 10.12. in der Matinee um 12:30 Uhr und von Mo. 11.12. bis Mi. 13.12.
um 21:15 Uhr

 

 

 

 

 

Bild linke Spalte: © nyul / fotolia