Happy Burnout

 

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von André Erkau; D 2017; 102 Min.; FSK: ab 6; mit Wotan Wilke Möhring, Anke Engelke, Michael Wittenborn, Julia Koschitz, Torben Liebrecht, Victoria Trauttmansdorff u. a.

 

Alt-Punk Fussel (Wotan Wilke Möhring) ist Frauenheld, Lebenskünstler und Systemverweigerer aus Überzeugung. Arbeit? Nicht mit ihm. Er lässt es lieber ruhig angehen, hat immer einen Spruch parat und wickelt mit seinem jungenhaften Charme die Bekanntschaft vom Supermarkt genauso um den Finger wie Frau Linde (Victoria Trauttmansdorff), seine Sachbearbeiterin im Arbeitsamt. Sie ist ihm verfallen und unterstützt seine Zurückhaltung bei der Arbeitssuche – bis eine interne Prüfung sie zwingt, aktiv zu werden. Zu einem Job lässt Fussel sich nicht überreden, daher vermittelt sie ihm etwas anderes: ein Arbeitsunfähigkeits-Attest, Diagnose Burnout, samt Therapie in einer stationären Klinik. So findet sich Chaot Fussel plötzlich zwischen echten Ausgebrannten wieder, den Gestrandeten einer Gesellschaft im Effizienzwahn. Mit seiner unorthodoxen Art mischt Fussel den Klinikalltag mitsamt der Therapeutin und Psychologin Alexandra (Anke Engelke) gehörig auf, bringt aber auch frischen Wind in den Laden. Und den können seine neuen Mitbewohner – der lebensmüde Sonnenstudiobesitzer Günther, der cholerische Kinder-Entertainer Datty (Kostja Ullmann), die überforderte Hausfrau und Mutter Merle (Julia Koschitz) und der Geschäftsmann Anatol – auch mehr als gebrauchen. Doch je besser er sie kennenlernt, desto mehr beginnt selbst Fussel, über sich nachzudenken. Bis irgendwann gar nicht mehr so klar ist, wer hier eigentlich wen therapiert, wer wirklich Hilfe braucht und worum es am Ende des Tages tatsächlich geht. In der Therapie. Und im echten Leben. (Verleihinfo)

 

„Der als Burnout beschriebene Erschöpfungszustand ist zusammen mit Depressionen wohl das typischste seelische Leiden in unserer Gesellschaft. Bei André Erkaus dramatischer Komödie „Happy Burnout“ lässt bereits der widersprüchliche Titel erahnen, dass die Auseinandersetzung mit der Symptomatik nicht allzu erdenschwer ausfällt. Der „Tatort“-Ermittler und neue Old Shatterhand Wotan Wilke Möhring täuscht als Alt-Punk einen Burnout vor, um sich vor der Arbeitswelt zu drücken - und gewinnt bei einer stationären Therapie eine neue Sicht auf sein Lotterleben. Regisseur Erkau inszeniert aus der pfiffigen Idee eine kurzweilige Komödie, die zur Reflektion eines wichtigen Themas anregt.“ (Programmkino.de)

 

 

 

 

Bild linke Spalte: © nyul / fotolia