Ein Tag wie kein anderer

 

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  21:30 21:30       19:15

 

von Asaph Polonsky; Israel 2016; 98 Min.; FSK: ab 6; CinemaScope; Kamera: Moshe Mishali; Musik: Tamar Aphek, Ran Bagno; mit Shai Avivi, Evgenia Dodina, Tomer Kapon, Sharon Alexander, Uri Gavriel u. a.

 

Vor sieben Tagen haben Eyal (Shai Avivi) und Vicky (Evgenia Dodina) ihren 25-jährigen Sohn beerdigt. Die Shiva, das jüdische Trauerritual, ist nun beendet, die Besuche und Beileidsbekundungen ebben ab. Während Vicky schnellstmöglich zur Normalität eines geregelten Lebens zurückkehren möchte, geht Eyal den entgegensetzten Weg und konserviert seinen momentanen Ausnahmezustand mit allen Mitteln: Er freundet sich mit dem Nachbarsohn Zooler an. Zusammen verbringen sie einen unvergesslichen Tag voller absurder Situationen und finden gemeinsam einen Weg aus der Trauer. (Verleihinfo)

 

Auszeichnungen:
Jerusalem International Filmfestival 2016: Bester Spielfilm, Beste Regie, Bestes Drehbuch
Oldenburg International Filmfestival 2016: Bester Schauspiel-Cast
Cannes Filmfestival 2016 Caméra d’Or (nominiert)

 

„Krebs und Tod gehören kaum zu den klassischen Komödien-Stoffen. Dabei ist Humor allemal ein taugliches Mittel, mit tragischen Themen umzugehen. Wie gut das gelingen kann, zeigt der israelische Jungfilmer Asaph Polonsky. Ein Ehepaar hat den erwachsenen Sohn verloren. Während die Mutter die Trauer mit hastiger Rückkehr zur Normalität bewältigen will, geht der Vater einen anderen Weg. Er hat die Cannabis-Vorräte des Verstorbenen entdeckt, womit sich dem notorischen Griesgram ganz neue Welten öffnen. Stimmige Figuren, starke Schauspieler sowie ein gutes Händchen für Situationskomik machen aus dem bitteren Stoff eine bewegende Tragikomödie der gelungenen Art. (…)
Der alte Kauz und der junge Freak, diese Mischung sorgen für reichlich Konfliktpotenzial und nicht minder viele Möglichkeiten für lakonische Situationskomik. ,Die Vermischung des Traumatischen mit dem Absurden‘, beschreibt Regisseur Asaph Polonsky sein Ziel, wobei er sich auf überzeugende Darsteller verlassen kann. Allen voran Shai Avivi (einer der erfolgreichsten Kabarettisten Israels), der den störrischen Griesgram derart feinfühlig gibt, dass die anfängliche Antipathie sich alsbald in verständnisvolles Mitgefühl verwandelt. Besonders eindrucksvoll gelingt das bei einer Schlüsselszene am Friedhof. Weil er eine Frist versäumt hat, wurde das Grab neben dem Sohn nicht wie geplant für die Eltern reserviert, sondern an andere Leute vergeben. Der tobenden Eyal reißt cholerisch das neue Namensschild aus der Erde. Zufällig wird er Zeuge der bewegenden Grabrede für die fremde Verstorbene. Damit tauchen plötzlich all die Erinnerungen an die eigene, verdrängte Trauer auf. Eine Montage mit geschnittener Rückblende visualisiert raffiniert den emotionalen Schock, den der Tod des Sohnes ausgelöst hat. Wiederum gelingt die heikle Balance der Gefühle perfekt, dem großen Schmerz dieser Sequenz folgt sofort eine komische Szene als Ausgleich. So wird aus dem bitteren Stoff über Krebs und Tod eine bewegende Tragikomödie der gelungenen Art.“ (Programmkino.de)


www.temperclayfilm.de

 

 

 

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