Ein Dorf sieht schwarz

 

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26.07.

          19:15 19:15

 

von Julien Rambaldi; F 2016; 94 Min.; FSK: o. A.; Kamera: Yannick Ressigeac; Musik: Emmanuel Rambaldi; mit Marc Zinga, Aïssa Maïga, Bayron Lebli, Médina Diarra, Rufus, Jonathan Lambert, Jean-Benoît Ugeux, Stéphane Bissot, Mata Gabin u. a.

 

Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen … (Verleihinfo)

„Die wahre Geschichte hinter der Culture-Clash-Komödie ,Ein Dorf sieht schwarz‘ spielt zwar im fernen Jahr 1975, ist heute aber leider wieder ziemlich aktuell. Die Geschichte dreht sich um einen frisch promovierten Arzt aus Zaire, der im französischen Hinterland eine Praxis als Landarzt übernimmt und auf rassistische Vorurteile der Anwohner stößt. In Frankreich avancierte die amüsante und rührende Integrationskomödie von Regisseur Julien Rambaldi mit mehr als einer halben Million Zuschauern zum überraschenden Sommerhit. (…)
Die Idee zur Integrationskomödie stammt vom 2009 verstorbenen Seyolo Zantoko selbst, der sich nach anfänglichen Hemmnissen den Respekt der Dorfbewohner verdiente. Das Kernproblem sind nicht unbedingt die engstirnigen Bauern, die den afrikanischen Landarzt wegen seiner Fremdartigkeit ausgrenzen. Viel ärger ist die im Hintergrund wirkende Politik, hier personifiziert durch den miesen Lavigne, der das Bürgermeisteramt an sich reißen will. Lavigne schürt bewusst die Ängste der Leute, indem er etwa das Gerücht streut, Seyolo würde Abtreibungen vornehmen. (…)
Das bestimmende Thema von ,Ein Dorf sieht Schwarz‘ ist der alltägliche Rassismus, den Seyolo und seine Familie aushalten müssen. ,Warum ist es härter für Schwarze?‘ fragt der Sohn, der gemeinsam mit seiner Schwester an der Schule gemobbt wird (…). Immerhin spricht die zugezogene Familie Zantoko die französische Sprache, doch das allein reicht nicht aus, um akzeptiert zu werden. Die Anwohner pendeln lieber ins nächste Dorf, bevor sie sich von Seyolo untersuchen lassen, der derweil neben einem Skelett in seinem Wartezimmer sitzt. Zwischenzeitig heuert der Arzt sogar als Gehilfe eines gutmütigen Bauers an, um die Familie über die Runden zu bekommen.
Die schönsten Momente hat die mit Kostümen, Tapeten und Frisuren der 1970er-Jahre ausgestattete Komödie, wenn Zantoko in die Offensive geht und sich mit den Bauern gemein machen will. Das Mittel der Wahl sind Besuche in der Dorfkneipe, wo zwischen Dartspielen und Bier trinken Raum für Diagnosen bleibt. Die Kneipe stellt als Ersatz für das Sprechzimmer natürlich keine Dauerlösung dar und so wendet sich am Zielpunkt der klassischen Dramaturgie aus Erfolgen und Misserfolgen freilich alles zum Besten.“ (Programmkino.de)

„Fazit: Julien Rambaldis Blick in die 1970er Jahre kommt genau zur rechten Zeit. Die unaufgeregte und gelegentlich ein wenig spöttische Art, in der sein Film Stellung gegen Rassismus und Intoleranz bezieht, ist die perfekte Antwort an alle, die im Populismus ihr Heil suchen.“ (Filmstarts.de)

„Sein Plädoyer für Toleranz besticht durch eine heitere Leichtigkeit und eine feine Ironie.“ (epd Film)

 

Läuft von Do., 25.5., bis Sa., 27.5., jeweils um 19.15 Uhr.
www.ein-dorf-sieht-schwarz.de

 

 

 

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