Churchill

 

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von Jonathan Teplitzky; GB 2017; 98 Min.; FSK: ab 6; CinemaScope; Kamera: David Higgs; Musik: Lorne Balfe; mit Brian Cox, Miranda Richardson, John Slattery, Ella Purnell u. a.

 

Juni 1944: Der britische Premierminister Winston Churchill steht vor einer epochalen Entscheidung: Soll er den Einmarsch der Alliierten Streitkräfte in das von Nazi-Deutschland besetzte Europa befehlen? Erschöpft durch den jahrelangen Krieg ist Churchill nur noch ein Schatten des einstigen Helden, der sich Hitlers Blitzkrieg widersetzte. Er befürchtet, dass man sich an ihn nur als den „Architekten des Blutvergießens“ erinnern wird, falls die D-Day-Operation scheitert. Soll er seinem Gewissen folgen oder sich der Kriegsräson ergeben?
In den dramatischen Tagen vor der Invasion ist seine Frau Clementine als wichtige Ratgeberin an seiner Seite. Wie niemand sonst versteht sie es, sein impulsives und aufbrausendes Temperament resolut und liebevoll zugleich zu zügeln. Doch die Anspannungen der Kriegsjahre haben in ihrer Beziehung tiefe Spuren hinterlassen. Und so steht auch ihre Ehe in diesen Tagen vor einem Wendepunkt. (Verleihinfo)

„Ausgerechnet kurz vor dem D-Day, der Invasion der Alliierten in der Normandie im Juni 1944, wankt Winston Churchill (Brian Cox). Den Staatsmann, der seine Nation so souverän durch die ersten schweren Jahre des Zweiten Weltkrieges geführt hat, befallen Skrupel angesichts des Risikos, das die Militäroperation birgt. Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg quälen ihn, wo er an der türkischen Küste in Gallipoli Zeuge wurde, wie desaströs eine solche Invasion für die Angreifer enden kann. Seine Vorbehalte gegen die Strategie von Oberbefehlshaber Eisenhower (John Slattery) stoßen aber selbst bei seiner Frau und engsten Vertrauten Clementine auf taube Ohren. Auf die allgemeine Ablehnung reagiert Churchill gekränkt und cholerisch. Damit gefährdet er aber nicht nur den Erfolg der Operation, sondern auch seine Ehe. In Mikrokosmos des singulären historischen Ereignisses um den D-Day entfaltet der Film ein eindringliches Kinoporträt des vielleicht berühmtesten Briten aller Zeiten. (…)
Angesichts der unbestritten gewaltigen historischen Bedeutung, die Winston Churchill nicht nur für die britische Geschichte hat, erscheint das Biopic von Regisseur Jonathan Teplitzky (…) auf den ersten Blick geradezu despektierlich. Doch die Geschichte nach dem Drehbuch der britischen Historikerin Alex von Tunzelmann zeigt in diesem Ausschnitt aus dem Leben des Politikers, den Menschen hinter dem Mythos Churchill, einen Mann mit Fehler und Kanten. Wie schon John Lithgow in der Serie ,The Crown‘ (…) gelingt es auch jetzt Brian Cox den zornigen Zigarrenraucher Churchill überzeugend und spannend auf die Leinwand zu bringen. Gerade weil der Sturkopf lange Zeit so wenig strahlend und vorteilhaft daherkommt, bewegt seine späte schmerzhafte Einsicht, privat und politisch auf Abwegen gewesen zu sein. (…) Wie bei einem klassischen Boxer-Drama demonstriert ,Churchill‘ auf einprägsame Weise, dass nicht der Sturz entscheidend ist, sondern die Fähigkeit, wieder aufzustehen.“ (Programmkino.de)


www.churchill-film.de

 

 

 

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