Kino Doku von Jörg Rehmann

End of Landschaft - Wie Deutschland

 

das Gesicht verliert.

Die Energiewende ist das größte Infrastrukturprojekt seit Ende des 2. Weltkrieges in Deutschland. Die Kostenhochrechnungen dafür gehen in die Billionen. Doch selbst 30.000 Windräder und hunderttausende Solaranlagen konnten nicht verhindern, dass damit nur 3 Prozent des deutschen Primärenergiebedarfes gedeckt werden können. Die Auseinandersetuungen um zerstörte Landschaften und Windradlärm haben die bislang friedlichen Landregionen in tiefgreifende Zerwürfnisse gestürzt. Auch durch den Naturschutz zieht sich ein schwerer Konflikt. Wie sauber ist die „Handschrift der Energiewende“? Der Journalist und Filmautor Jörg Rehmann hat in „End of Landschaft“ den Menschen vor Ort zugehört, hat Experten und Wissenschaftler befragt und investigative Recherchen betrieben. Das Ergebnis ist ein sensibler Film, der dennoch fordert, aufdeckt und aufrüttelt. Für Jörg Rehmann und die im Film befragten Experten ist die Notwendigkeit eines wirksamen Klimaschutzes unbestreitbar. Mit der Ausbeutung der Erde kann und darf es so nicht weitergehen. Aber es braucht eine ehrliche Energiewende mit Augenmaß. Ein Film jenseits fernsehüblicher Berichterstattung, - und ein kritisches Roadmovie durchs Energiewendeland...

Zusatz Vorstellung am Samstag 20. Oktober um 13:00 Uhr und am Sonntag 25. November um 21:00 Uhr

Eintritt 5.- Euro

Kurzbiografie zu Jörg Rehmann:

Jörg Rehmann wurde 1957 in Dinslaken als Kind aus einer rheinischen Musiker- und Pfarrersfamilie geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Wiesbaden. Durch den Kontakt zur Jugendbewegung folgten Wandertouren durch gang Europa, Asien, Afrika und Skandinavien. Nach einer medizinischen Ausbildung als Kardiotechniker im Bereich der Herzchirurgie orientierte er sich noch einmal um und studierte Musik (Hauptfach Orgel) und Pädagogik mit Staatsexamen. Doch seine Schwerpunkte lagen von Kindheit an auf Bild, Sprache und Text. So gewann ihn das Wiesbadener Tagblatt schon 1981 als Feuilletonist, wo er bis 1911 hauptberuflich wirkte. Auch für den Wirtschaftsverlag Chmielorz in Wiesbaden arbeitete er regelmäßig. Obwohl aus als Musiker erfolgreich, blieb die Nachfrage nach seinen journalistischen Leistungen bestimmend. Nach Engagements für den Südwestfunk und Deutschlandradio bildete er sich zum Videojournalisten weiter und lernte bei der renommierten Dokumentarfilmerin Monika Kirschner. Sein Bezug zu „grünen Themen“ blieb immer bestimmend. In Fachkreisen ist sein Werk als Natur- und Landschaftsfotograf hoch angesehen. Sein fotografisches Thema der Windkraft in Bezug zur besiedelten Landschaft spiegelt sich in Publikationen aus aller Welt wider. Seine Fotografien von Windparks in Landschaften riefen durchaus gegensätzliche Reaktionen hervor: die Gegner von Windrädern störte die subtile Ästhetik in den Aufnahmen, die Befürworter störte hingegen die  erkennbare Landschaftszerstörung. Ende 2016 erschien im Heyne-Verlag der Band „Geopferte Landschaften“ (Herausgeber: Georg Etscheit), an dem Jörg Rehmann maßgeblichen Anteil in Wort und Bild hatte. Rehmann ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (www.agdok.de), dem größten und renommiertesten Berufsverband der Dokumentarfilmer und dokumentarischen Kinoschaffenden.